SommerCamp 2017 in Hohen Wieschendorf

Kaum aus Plau abgereist, ging es auch fast direkt in unser jährliches SommerCamp. Dieses Jahr hatten wir die herausragend grandiose Möglichkeit bekommen erstmals in Hohen Wieschendorf direkt auf der dortigen Mole in den Konferenzräumen unterzukommen. Die gesamte oberste Etage war unsere. Platzmäßig hätten wir auch doppelt so viele Segler unterbringen können. Aber auch so waren die 19 teilnehmenden Kinder schon eine Herausforderung für uns vier Betreuer/Trainer.

Gruppenbild in Timmendorf

Am Montag vor der Abreise haben wir uns schon mit (fast) allen Eltern im Seglerhafen getroffen und alles verpackt und aufgeladen was wir an Ausrüstung so mitnehmen wollten. Am Ende hatten wir 5 Anhänger die mitgenommen werden wollten. Am Dienstag morgens gegen 11:00Uhr ging es dann in einer Kolonne los an die Ostsee. Vor Ort angekommen begannen wir dann auch gleich damit alles wieder Segelfertig zu machen und die Boote zu slippen. Bei der wilden Bande zog sich dies dann bis zum Abend hin und so ging es am heutigen Tag erst einmal nicht mehr aufs Wasser sondern es wurde nach dem Abendessen noch ein wenig die Gegend erkundet und am Strand gespielt oder die Anleger unsicher gemacht.

Auftakeln und Kontrolle

Dafür war am nächsten Morgen dann früh aufstehen angesagt. Der Tag begann dann für alle mit Frühsport inklusive kleinem Bad in der doch recht kalten Ostsee bevor dann beim Frühstück der Tagesplan erläutert wurde. Der Tag wurde vor allem von den Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag auf dem Wasser geprägt. Da sich das Training am Nachmittag recht weit in den Abend zog, hatte auch keiner mehr Lust noch große Unternehmungen am Abend zu machen. Statt dessen gab es ein bisschen Fußball am Strand und ein Eis für alle.

Donnerstag wurde dann das Training langsam verschärft. Es gab die ersten Wertungswettfahrten und Kurstraining für die Großen Optis. Die Laser sind erstmals auf die offene See vor der Bucht gesegelt und die Kleinen haben fleißig Vorfahrtsregeln gelernt und Wenden und Halsen geübt. Dies haben wir dann am Freitag weiter vertieft und am Abend gab es dann noch eine Runde Geocaching.

Auf zur Dosenjagd

Der Samstag war einer der Höhepunkte der Woche. So ging es geschlossen im Verband nach Timmendorf zum Eis essen. Fast drei Stunden je Fahrtrichtung haben wir bei knappen 1 bis 2 Windstärken gebraucht. Dabei war uns der Wind holt und präsentierte sich uns am Morgen schon als Anleger, so dass wir die gesamte Strecke auf Vor- und Halbwindkurs zurücklegen konnten. Vor Ort haben wir die Boote dann in 2 langen Linien vor Anker gelegt und sind in den Timmendorfer Hafen mit den Motorbooten gefahren (die Meute Optis und Laser würde keiner der Liegeplatzgäste als Nachbarn haben wollen).

Timmendorf

Während wir dann in Timmendorf unser wohlverdientes Eis vernascht haben, drehte sich der Wind um 180° und wir konnten genau so entspannt zurück, wie wir her gekommen sind. So waren wir auch schneller wieder in Hohen Wieschendorf als geplant und konnten dann in aller Ruhe unser Abendliches Elterngrillen vorbereiten. Nebenbei begann bereits der DLRG, THW und Katastrophenschutz Vorbereitungen für den Sonntag auf unserer Mole zu treiben während wir uns das Grillfleisch, Würstchen und die leckeren Salate der Eltern schmecken ließen.

„Elterngrillen“

Der Sonntag wurde dann vollkommen anders als ursprünglich geplant. Recht kurzfristig haben wir nämlich erfahren, dass ausgerechnet in dieser Woche das alljährliche Wismaraner Buchtschwimmen hier statt finden würde. Von unseren drei Motorbooten haben wir dann 2 bei dieser Veranstaltung zur Absicherung der Schwimmer mit samt Fahrer abgestellt. Die kleinen Optis durften als Ausgleich dann auf den ebenfalls teilnehmenden Segelyachten mitfahren, während unsere Regattagruppen sich das ganze Spektakel auf eigenem Kiel anschauen durften. Vorher gab es für sie aber noch ein paar Kurse zu fahren. Hierbei kam es dann bei knackigen 5 bis 6 Windstärken auch gleich zu zweifachem Ausfall bei den Lasern. Zuerst einen brach der Mast von Fietes Laser auf der ersten Startkreuz. Kaum in den Hafen geschleppt und die nächste Wettfahrt gestartet, brach dann von Elias Ruder die Halterung auseinander. Für die beiden war der Tag damit erst einmal gelaufen. Die anderen durften sich dann noch die mittlerweile an unserer Seite der Bucht ankommenden Schwimmer anschauen („das ist Langweilig, da sieht man nur Arme“) bevor wir zur verspäteten Mittagspause an Land gingen. Am Abend war dann Wahlprogramm. Entweder eine kleine Runde laufen oder noch einmal gemütlich raussegeln. Die kleine Runde waren dann knapp 5,5km und segeln wollten nur 2 unserer Mädels, die dann entspannt bei mittlerweile nur noch angenehmen 2 Windstärken die 1,5 Seemeilen bis zur Tonne 25 fuhren, was dann aber auch fast 2 Stunden dauerte. Anschließend hieß es dann für alle Teilnehmer ausruhen und früh ins Bett, sollte doch am Montag für alle die SommerCamp-Regatta stattfinden.

Sightseeing

Am Montag früh begann der Tag dann wieder mit Frühsport bevor es nach dem Frühstück dann direkt auf den Kurs ging. Olympisch sollte es sein und 4 Wettfahrten sollten es sein und wurden durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass auch die Anfangs schwächeren Segler mittlerweile einiges dazu gelernt hatten und auch unsere „Erstsegler“ aus der Anfängergruppe konnten sich ziemlich gut behaupten. Aber es war auch genau zu sehen, wer die Tage davor sich versuchte zu drücken und dadurch seine nun plötzlich auf hinteren Plätzen landete. Am Nachmittag gab es dann eine Runde auf der „Couch“ für alle. Der Spassfaktor war dabei ganz groß geschrieben und es gab durch die Bank weg ein breites Grinsen in allen Gesichtern. Der Abend wurde dann entspannt mit Auswertungen und verschiedenen Spielen in kleinen Gruppen begangen bevor es dann zur letzten Nacht über ging.

 

Ragattamodus
Spass auf der „Couch“

Am Dienstag morgen dann hieß es erst einmal ausschlafen bevor wir uns daran machten sämtliche Boote wieder abzutakeln, einzupacken und aufzuladen. Dann sämtliche anderen Sachen einpacken, die Verwüstungen beseitigen und alles einmal durchfegen. Zum Abschluss gab es dann noch die Verabschiedung von unseren Gästen und unseren Gastgebern bevor wir dann wieder in Richtung Heimathafen aufbrachen, wo es dann wieder hieß: „alles auftakeln“. Immerhin findet schon am nächsten Wochenende unsere eigene Heimregatta für unsere Optimisten statt.

Abschlussbild

Wir möchten uns ausführlich und herzlichst bei unseren Gastgebern von der Marina Hohen Wieschendorf bedanken, dass sie uns so freundlich aufgenommen und umfangreich unterstütz haben und uns so den Zugang zu diesem herausragend guten Trainingsrevier mit den kurzen Wegen zur offenen See überhaupt erst ermöglicht haben. Wir würden sehr sehr gerne wieder kommen.

Außerdem möchten wir uns bei allen teilnehmenden Trainern und Eltern für die Unterstützung bedanken sowie beim Partyservice Rehwald für die überreichliche Bewirtung und Versorgung die ganze Woche über. Einen Dank auch an die Vereinsmitglieder die uns das ein oder andere Boot durch die Gegend gefahren und Ersatzteile zwischendurch geliefert haben.

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