Till: „Du hast einen i14? Wir hatten damals auch überlegt einen zu holen. Kann ich mal mitkommen?“
Ja klar! Wird bestimmt lustig. Du kannst auch gerne steuern.
…
Nach 2 Stunden entspanntem Segeln frischte der Wind dann plötzlich auf. Kurze Zeit später ein kleiner Steuerfehler und ich flog nach vorne. Dann die übliche Frage: Wo soll ich hinzielen für meine Landung? Auf den Mast? Nee, lieber nicht. Vor das Vorstag? Nee, schaffe ich nicht. Irgendwo dazwischen. Anhand des Reißgeräusches beim Fallen durch die Fock konnte man das Alter des Materials ziemlich gut abschätzen.
Flüche. Das war die Fock, mit der das Boot 2004 ausgeliefert wurde..
Da die Wolke über uns immer mehr Wind mitbrachte, beschlossen wir, erst einmal abzuwettern. Dabei trieben wir langsam Richtung Ufer. Wir saßen beide nur lachend auf dem Boot. Mal wieder gaben wir alles für eine gute Story! Den ersten Pfahl verpassten wir. Als ich mich umdrehte sah ich, dass wir auf 10 weitere Holzpfähle zutrieben..
Also einer ins Wasser und einer auf dem Schwert. Das Boot zur Seite schwimmen und irgendwie mit dem Bein paddeln.
Irgendwann wird’s eben flach und dann nehmen wir zur Not die Segel runter und warten. Mein Vater war ja vorhin noch draußen und wird schon irgendwann mit dem Motorboot zurückkommen, wenn wir hier noch ein paar Stunden sitzen.. .(oder auch nicht).
Nach ein paar Minuten war der Wind dann weg, wir hatten noch genug Wassertiefe. Also Boot aufrichten und zurück zum Hafen. Das Boot gab ganz eigenartiges Feedback.. Ob das an der Fock mit dem gigantischen Beschleunigungsloch lag?
Plötzlich hören wir Sirenen. Ich scherzend zu Till: Hoffentlich gilt das nicht uns.
20 m vorm Hafen fragt uns dann die Feuerwehr von ihren Boot aus, ob wir diejenigen sind, die gekentert waren. „Ja, also wir sind heute auf jeden Fall auch ein paar Mal gekentert. Aber keine Ahnung, ob ihr uns sucht.“
3 Minuten später an Land: 2 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, RTW, DLRG und Wasserschutzpolizei aus Schwerin.
Dem Heli und Notarzt konnte man dann zum Glück noch rechtzeitig absagen… peinlich!
Dennoch vielen Dank fürs Ausrücken! Besser so, als wenn tatsächlich etwas passiert und niemand gekommen wäre!












